Innenstadtentwicklung: Die Stadt arbeitet an einem Konzept, wie der Kotzenbergsche Hof im Herzen von Horn genutzt werden könnte

Voraussetzung ist aber, dass der Kauf über die Bühne geht

Von Patrick Bockwinkel

Horn-Bad Meinberg. Die Aufwertung der Mittelstraße, der Abriss von alten Häusern mit Anreizen zum Wiederaufbau oder die Neugestaltung des Marktplatzquartiers: Die Stadt Horn-Bad Meinberg hat in ihrem Integrierten Handlungskonzept (IHK) eine Fülle von Projekten zusammengefasst, um die Innenstadt von Horn aufzuwerten (die LZ berichtete mehrfach). Durch die Möglichkeit, den Kotzenbergschen Hof kaufen zu können, ergeben sich nun weitere Möglichkeiten.

Die Ausgangslage: Das IHK ist die Grundlage dafür, um Fördergelder bekommen zu können. Ohne diese Finanzspritze könnte die Stadt die Projekte nämlich nicht stemmen. Bislang war eine Entwicklung des Kotzenbergschen Hofs im IHK ausgeklammert worden, da der Eigentümer das bedeutende Gebäude am östlichen Marktplatzrand selbst entwickeln wollte. Stattdessen hatte die Stadt bei der Erarbeitung des IHK vorgesehen, auf dem "Sparkassen-Areal" am südlichen Marktplatzrand einen Neubau mit öffentlicher und privater Nutzung zu realisieren. Dort waren ein Bürger- und Dienstleistungszentrum sowie Räume für weitere private Mieter vorgesehen. Inzwischen hatte sich der Besitzer des Kotzenbergschen Hofs aber doch dazu entschlossen, den denkmalgeschützten Bau verkaufen zu wollen. Eine einmalige Gelegenheit für die Stadt, die Verwaltung und Politik nur all zu gerne nutzen würden. Die Verhandlungen laufen derzeit. Ideen, wie das Gebäude genutzt werden könnte, gibt es bereits. Das "Sparkassen-Areal" könnte im Gegenzug komplett privat entwickelt werden. 

Die Idee: Die Stadt schlägt vor, im Kotzenbergschen Hof am Marktplatz ein zentrales Bürgerzentrum einzurichten. Da das bislang im IHK an der Stelle nicht vorgesehen ist, muss das Konzept geändert, beziehungsweise fortgeschrieben werden. Die Voraussetzung, um - wie erwähnt - Fördergelder bekommen zu können. Die Vorteile liegen für die Stadt auf der Hand. Zum einen könnte ein bedeutendes, historisches und seit Jahren leer stehendes Gebäude mitten am Marktplatz wiederbelebt werden. Zum anderen gebe es im Kotzenbergschen Hof genug Platz, um dort verschiedene Facetten eines Bürgerzentrums unterzubringen.

Das Bürgerzentrum: Das Planungsbüro Junker + Kruse hat den Kotzenbergschen Hof unter die Lupe genommen und ist dabei zum Ergebnis gekommen, dass das alte Gebäude auf jeden Fall für ein Bürgerzentrum geeignet wäre. Im Erdgeschoss könnte zum einen das Standesamt Südlippe mit seinen Büros einziehen. Im alten Täfelzimmer könnte ein Trauzimmer mit großzügigem Wartenbereich für die Angehörigen eingerichtet werden. Außerdem könnten dort das Integrationscafé sowie ein weiteres Café für öffentliche Veranstaltungen Platz finden. Im Obergeschoss könnte eine offen gestaltete Bürgerhalle entstehen, in die das Bürgerbüro als zentrale Anlaufstelle für die Einwohner einziehen soll. Die Stadtwerke könnten dort ebenfalls Büros und einen Kundenschalter erhalten. Das Herzstück des Kotzenberg-schen Hofs bildet die Halle im südlichen Gebäudeflügel. Mit ihrer Höhe von eineinhalb Geschossen und einer großzügigen Fenstergliederung bestünden beste Voraussetzungen für eine Nutzung als neuer Ratssaal für politische Sitzungen, Empfänge oder Veranstaltungen. Diese Räume sowie die des Integrationscafés könnten auch von Vereinen in Beschlag genommen werden. 

Denkmalschutz und Umbau: Um ein Bürgerzentrum einrichten zu können, müsste der Kotzenbergsche Hof im Innern aufwendig umgebaut werden. Das sei laut Planungsbüro aber möglich, Denkmalschutzgründe sprächen zu einem Großteil nicht dagegen und würden in erster Linie die historische Außenfassade betreffen, die aber nicht baulich verändert werden soll und darf. Ein barrierefreier Zugang könnte auf der Rückseite des Gebäudes durch ein neues Treppenhaus samt Fahrstuhl entstehen.

Die Kosten: Der Kauf, der Umbau, die Gestaltung der Außenanlagen, die Planung und weitere Maßnahmen würden nach ersten Schätzungen mit rund 5,4 Millionen Euro zu Buche schlagen. 70 Prozent, also etwa 3,8 Millionen Euro, könnten gefördert werden. Der Eigenanteil der Stadt beliefe sich auf etwa 1,6 Millionen Euro.

LZ, 29.08.17

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