Um angeblich Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhindern, haben alle großen Autokonzerne in den letzten Wochen „freiwillige“ Rückrufaktionen angekündigt. Daimler will zwei Millionen, BMW 840.000 und VW vier Millionen Fahrzeuge nachrüsten. Im Frühjahr 2017 hatte ein Sprecher von BMW noch erklärt: reine Softwaremaßnahmen wären nicht zielführend, da diese keine ausreichende Senkung von Stickoxiden böten. Und die ZDF-Dokumentation „Geheimakte VW“ enthüllte: dass VW bei der Rückrufaktion der 2,4 Millionen Fahrzeuge gar nicht die Absicht hatte, mit dem Update die Stickoxidemissionen drastisch zu senken.

Als „Zielwert“ wurde das drei- bis fünffache des Grenzwertes von 180 mg/km NOx angegeben. In einem weiteren Dokument stellt VW selber fest, dass es „keine ernsthaften Unterschiede bei den Straßenmessungen beim Audi A4 zwischen den beiden Softwarebeständen gibt.“ Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) genehmigte trotzdem das Update. Ein Verantwortlicher der Qualitätssicherung bei VW brach deshalb in Jubel aus: „Halleluja, Danke. Ich gebe einen aus...“

Bei dem Software-Update wird lediglich das Thermofenster, in der die Abgasreinigung funktioniert, erweitert. Damit kann der NOx-Ausstoß um maximal 25 Prozent reduziert werden. Bei Dieselmotoren mit Euro-5 Norm aber auch bei 75 Prozent der bisher ausgelieferten Diesel mit Euro-6 Norm wird der Grenzwert um durchschnittlich das fünf- bis sechsfache überschritten.

Deshalb kann mit den Software-Updates keine wirkliche Reduzierung des NOx-Ausstoßes erreicht werden. Sie ist nichts anderes als eine Fortsetzung des Betrugs und der Verbrechen an der Gesundheit der Menschen und der Natur. Deshalb muss die Nachrüstung mit Software-Updates abgelehnt werden!

Wirksam lassen sich NOx-Abgase nur mit der SCR-Technik3 reduzieren, bei der Stickoxide chemisch durch eine Harnstoff-Einspritzung (AdBlue) reduziert werden. Diese Technik lässt sich allerdings in viele ältere Euro-5-Fahrzeuge gar nicht oder nur sehr teuer und kompliziert einbauen. Die Autohersteller wehren sich dagegen, weil die Nachrüstung pro Auto mindestens 1.500 Euro kostet und die Autos außerdem neu zugelassen werden müssen.

Bei sechs Millionen Euro-5-Dieseln und rund zwei Millionen Euro-6-Dieseln, die auch nachgerüstet werden müssen, sind das Kosten von rund 1.500 Euro pro Umbau – in Summe 12 Milliarden Euro. Die bisher zugelassenen Diesel müssen auf Kosten der Autohersteller mit der SCR-Technik umgerüstet werden! Für die Fahrzeuge, wo dies technisch nicht möglich ist, müssen die Autohersteller eine vollständige Produkthaftung übernehmen!

 

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